Genug vom Pistenrummel ?
Dann ist das Schneeschuwandern in unberührter Landschaft und friedlicher Stille genau das richtige für sie. „ Aber Vorsicht “ Diese Sportart kann schnell süchtig machen! Eigentlich ist es unbeschreiblich und mit nichts vergleichbar. Das Gehen mit Schneeschuhen hat seinen ganz eigenen Charakter – bei frischem federleichtem Pulverschnee schwebt man fast schwerelos durch die glitzernde Landschaft. Es ist wahrscheinlich die leiseste Art sich in einem halben Meter Schnee fortzubewegen. Noch dazu ist es einfach und praktisch jeder kann es, vom Enkel bis zur Oma. Schneeschuhwandern ist nicht nur ein leichtes,sondern auch ein günstiges Wintervergnügen. Das Equipment hält sich in Grenzen - man ist nicht auf technische Anlagen angewiesen, und sehr gesund ist es obendrein. Mit Schneeschuhen wird die Winterwelt plötzlich viel weiter, lassen sich doch Landschaften erkunden die vorher unerreichbar waren. Aber noch so viele Worte können das Gefühl nicht beschreiben, darum „ausprobieren, dann bedarf es keiner Worte mehr “
Die Geschichte der Schneeschuhe ! Archäologen konnten aus Höhlenzeichnungen und Bildern belegen, dass Schneeschuhe schon vor etwa 12´000 Jahren erstmals verwendet wurden. Die Jäger und Sammler der damaligen Zeit waren in den harten, schneereichen Wintermonaten gezwungen in ihren Revieren voranzukommen, um Beute zu machen. Auf der Suche nach Erleichterungen für die Jagd, um im vielen Schnee nicht so tief zu versinken entstanden die ersten technischen Hilfsmittel um sich im Winter fortzubewegen. Vor ca 7000 Jahren benützten die heutigen Mongolen Schneeschuhe, um über Skandinavien, Grönland bis nach Alaska und Kanada zu gelangen und so Nordamerika zu besiedeln. Im Alpenraum tauchten die ersten Schneeschuhe im 17. und 18. Jahrhundert bei Bauern auf, die so ihre abgelegenen Ställe und Heulager erreichen konnten. Das Schneeschuhlaufen ist nach langem Winterschlaf erwacht, und in einer Zeit voll Hektik und Alltagsdruck, ist der bedächtige Rhythmus des Schneeschuhwanderns wie Balsam für die Seele,vielleicht einer von vielen Gründen für die derzeit am schnellsten wachsende Natursportart.
Schneeschuhwandern macht gesund und Fröhlich !
Schneeschuhwandern trainiert, wie auch Wandern, den ganzen Körper. Durch Stockeinsatz und Gehbewegung sind gut zwei Drittel aller Muskeln gefordert, besonders die Hüft- und Oberschenkelmuskulatur. Regelmäßige Muskelbeanspruchung wirkt sich wiederum günstig auf die Knochendichte und auf den Gesamtstoffwechsel aus, z.B. auf den Fettstoffwechsel und auf diabetische Leiden. Als Ausdauersport trainiert Schneeschuhgehen zusätzlich das Herz-Kreislauf-System und die Atemwege. Und durch die Exposition an der frischen Luft und die intensivere Atmung unter der Anstrengung verbessert sich die Sauerstoffversorgung des Körpers, und die Bronchien werden gestärkt. Davon abgesehen hilft der entspannende Aspekt des Natursports natürlich, den Alltagsstress zu bewältigen
Wichtig für Schneeschuhwanderer ohne Führer: Achtung vor der Natur !
Der Reiz des Schneeschuhwanderns liegt in der unberührten Natur und so sollte es auch bleiben. Zur Routenplanung gehört also auch die Information über Lawinenlage – Schutzgebiete und Futterstellen sollte man ausweichen, Lärm vermeiden, Wege nach Möglichkeit nicht verlassen. Tiere, die in ihrer Winterruhe aufgeschreckt werden, verlieren einen grossen Teil wichtiger Winterreserven, was tödlich für sie sein kann. Besonders gefährdet sind Raufußhühner, wie Birkwild oder Alpenschneehühner. Um sie auch bei der Nahrungssuche nicht zu stören, sollte man Gipfel, Rücken und Grate morgens und am späten Nachmittag meiden, und wenn man ihnen begegnet, weiträumig ausweichen um sie nicht zur Flucht zu veranlassen.
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